Du kennst das: Boot gesegelt, alles richtig gemacht, und trotzdem surft das Schiff langsamer als es könnte. Meistens liegt es nicht am Wind oder der Crew — sondern am Segeltrimm. Dabei lässt sich mit ein paar Handgriffen deutlich mehr Speed aus dem Boot holen, als du vielleicht denkst.

1. Das Vorliek kontrollieren

Das Vorliek — also die vordere Kante des Segels — ist der erste Ansatzpunkt. Es sollte gleichmäßig straff sein, von der Webkante unten bis zur Tuchspitze oben. Ist das Vorliek zu locker, flattert das Segel oben und verliert Form. Ist es zu straff, wölbt sich das Segel zu stark nach hinten. Die richtige Einstellung findest du, indem du mit der Crew kommunizierst: Wann flattert es, wann steht es ruhig?

2. Achterliek und Cunningham beachten

Das Achterliek bestimmt, wie viel Luft vom Segel abfließen kann. Zu offen bedeutet weniger Kraft, zu geschlossen bedeutet zu viel Druck undeventuell auch Abdrift. Der Cunningham — ein Haken unterhalb der Saling — hilft, das Segel im oberen Bereich zu kontrollieren. Bei Starkwind etwas mehr lockern, bei Leichtwind straffer halten.

3. Großschot und Traveller einstellen

Die Großschot ist dein Hauptsteuerungsinstrument. Als Faustregel gilt: Das Segel sollte so stehen, dass die Bananenform etwa ein Drittel der Segeltiefe ausmacht. Der Traveller auf dem Deck hilft, die Schot seitlich zu führen und den Winkel zu optimieren. Bei Starkwind den traveller nach unten gehen lassen, bei Leichtwind mehr nach außen.

4. Die Focktrim nicht vergessen

Bei der Fock ist der gleiche Grundsatz wichtig: Gleichmäßige Bananenform, kein Flattern an der Achterliekkante. Der Fockbaum sollte so eingestellt sein, dass das Vorliek der Fock leicht gewölbt ist — nicht eingeschnürt. Der Holepunkt der Schot ist entscheidend: Zu weit innen erzeugt zu viel Hpy, zu weit außen reduziert die Kraft.

5. Auf die Telltales achten

Die kleinen Fäden am Segel — Telltales — sind dein wichtigstes Feedback-Instrument. Flattern sie auf beiden Seiten gleichzeitig, ist das Segel richtig getrimmt. Flattern sie nur auf einer Seite, kannst du Feinjustierung vornehmen. Immer von unten nach oben trimmen: Basis zuerst, dann die Feinarbeit.

Fazit: Segeltrimm ist keine Wissenschaft, aber es braucht Aufmerksamkeit. Die fünf Punkte oben sind schnell überprüft und machen den Unterschied zwischen einem durchschnittlichen und einem gut segelnden Boot. Probier es beim nächsten Törn aus — du wirst den Unterschied merken.

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